Kaperfahrt

Sonntag, 23. September 2007

Interboot 2007

23092007(001)

Zuviel Trubel hier in der Stadt, seit hier die internationale Bootsmesse direkt vor meiner Wohnungstür sich abspielt. Tolle Boote, aber ein Haufen Menschen, sodass ich heute geflüchtet bin, auf einer originalen Riva Aquarama entwickelt von Carlo Riva mit 2 x Achtzylindermaschinen zu je 5,6l mit jeweils 380PS. Mein Padre war am Ende gar nicht mehr davon runter zu bekommen...

Dienstag, 1. Mai 2007

Württembergische Riviera

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oder doch schwäbische "Côte d'Azur"?! Egal, schön war es allemal, Sonne pur den ganzen Tag und nach Hause mit dem Katamaran. Jetzt noch ein kühles Blondes und dann ab in die Kiste!

Donnerstag, 29. Juni 2006

WM-Pause

Sportfanatiker, das ist wohl eine Art der Gattung Mensch (oder war das andersrum?!), die wohl zunächst etwas differenzierter betrachtet werden muss. Zum einen jene Gruppierung, die bis zum Fanatismus von der Bewegung und jeglicher Art von Sport begeistert ist, solange sie ihn selbst ausübt und sich damit lässig in den Mittelpunkt spielen kann. Soziale Anerkennung, maskuliner Wettbewerb, Balzritual gegenüber evtl. anwesender Weibchen etc. pp.... Die andere Gruppe sind jene die sich dermassen für Sport begeistern können, dass sie jede olympische Veranstaltung, jede Meisterschaft und jeglichen Wettbewerb vor der Mattscheibe verfolgen können und selbst wenn dies mitten in der Nacht ist, weil der Grosse Preis dieses Mal in Singapur startet.

Getrost konnte ich mich selbst bislang jedoch in erstere Gruppe zählen, denn bevor ich untätig vor der Flimmerkiste einschlafe, setze ich mich dann doch lieber auf mein Rädel, schlüpf in meine Laufschuhe oder verbringe mit Freunden ein langes Wochenende in den Bergen beim Klettern. Doch dieses Jahr, bei dieser Fussball-Weltmeisterschaft ist alles anders. Mein WM-Fieber ist derzeit kurz vor einem hyperpyretscihem Fieber, fiebersenkende Massnahmen haben bislang nicht gegriffen und mit glasigem Blick kann ich behaupten bislang wirklich (fast) jedes Spiel dieser WM vor dem Glotzophon verfolgt zu haben. Eine völlige, unnormale Verhaltensweise, die bislang nicht an mir beobachtet werden konnte. Vielleicht liegt es an der allgemeinen Begeisterung landauf-landab, vielleicht liegt es daran, dass mein stilles Jugend-Idol Jürgen Klinsmann den bislang besten DFB-Trainer abgibt, es lässt sich für mich kaum in Worte zu fassen, weil ich a) wie o.g. diese Verhaltensweise an mir nicht kenne oder b) schlichtweg insgesamt zu wenig Ahnung vom Fussball habe. Egal.

Gestern war spielfrei. Spielpause. Nachmittags sass ich mit glasigem Blick auf dem Sofa und versuchte irgendetwas fussballähnliches auf einem der unzählgen Sender zu finden. Kein Spiel, gar nichts, ein paar wenige Interviews ... Statements. Und heute dann nochmal. Morgen dann wieder ...

Samstag, 25. Februar 2006

Zeitreise

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Vergangenes Wochenende litt ich an meinen mir typischen "Minuten", die nicht oft aber gelegentlich mal auftreten können. An jenem Sonntag war ich glücklicherweise in der Lage diesem Drang nachzugeben und diese 70km zu meinen Kaiserbergen zu fahren.

Es sind 70km unendlich erscheinende Landstrasse, die an diesem Tag zusätzlich noch durch ein schiergar undruchdringbar erscheinendes Grau sich fast bis zur Unendlichkeit ausdehnten.
Irgendwann kommt auf dieser Strecke der Punkt bis zu dem sich die Strasse in einer langgezogenen Linkskurve auf die letzte Anhöhe wie Kaugummi gezogen hat und mit einem Schlag sind die drei Kaiserberge vor dem Albtrauf zum Greifen nahe. Ich erinnerte mich an dieser Stelle an ein Gefühl, das mich immer als Kind überkam, wenn ich meine alte "Heimat" wieder einmal sah auf einer dieser Familienfahrten auf die Schwäbische Alb, ein Gefühl das ich heute immer noch kenne und das mich jedesmal überkommt, sobald die Alpengipfel kurz hinter München oder nach Ulm sich aus dem Morgendunst erheben und das ich nur als Rauschen in den Ohren, ein Sirren im Kopf und Tränenexkretion in den Augen umschreiben kann, das ich gleichsetze mit Ohnmacht vor Berührung.

In engen aber schwungvollen Kurven folgt die Strasse dann den letzten Höhenmetern auf den Rechberg, der Ort an dem ich mit Sicherheit die unbeschwertesten Tage meiner Kindheit verbracht habe. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal hier oben gewesen bin, ich erinnere mich an einen Fahrradausflug, den ich einst mit meinem Bruder hierher gemacht habe, der aber mittlerweile auch etliche Jahre zurückliegt und ich entsinne mich an Nachtfahrten aus dem Stuttgarter Raum durchs Filstal, die mich auch mehrfach auf den Rechberg in dunkelster Nacht auf der Durchreise geführt haben und jedesmal ist dieses Rauschen in meinen Ohren, Augen und Nase da, welches für mich dieses vertraute, heimatliche Gefühl ist.

Mein Wagen folgt der Ortsstrasse aus Vorderweiler heraus auf Hinterweiler zu, an der alten Raiffeisenbank bleibe ich kurz stehen und lasse meinen Blick meinem alten Schulweg folgen, der Burg Hohenrechberg zu. Fast 25 Jahre ist das mittlerweile her... Schliesslich parke ich direkt vor dem alten SChulhaus der SCherr-Grundschule, die Fensterreihe rechts unten in dem "Neubau" war der Klassenraum in dem ich ein Jahr lang gebannt dem Unterricht meines Vaters folgte. Und ein Jahr, in dem ich neben meiner damals grossen Liebe sass.

Hinter dem Schulhaus beginnt der Spazierweg, der jahrelang sonntäglich der Familienspazierweg war und dem unzählige unserer Gäste schwitzend folgen mussten, hinauf zur Burg Hohenrechberg und noch weiter schliesslich bis zur Kapelle Hohenrechberg. Vom höchsten Punkt hier oben lasse ich meinen Blick schweifen über Waldstetten, den Stuifen, erkenne unter mir in Vorderweiler das Dach jenes Hauses in dem wir zuletzt wohnten, weiter über das Elternhaus von Phillip, "In der Breite", die Pateneltern meines Bruders bis weit Richtung Schurrenhof. Über dem Filstal lichtet sich im Augenblick der dichte, graue Regenvorhang und weiter in Verlängerung auf Stuttgart zu scheint glutrot die Abendsonne. Irgendwo in dieser Richtung blitzt am Horizont kurz ein weisser Flugzeugbauch auf, dann entschwindet er wieder in den roten Sonnenlichtfluten. 'Komisch' denke ich, 'alles sooo vertraut und doch soweit weg!' und lasse mich von diesem Gedanken wieder den Pfefferweg heruntertragen und weiter durch die kleinen Strässchen und Wege des Dorfes.
Plötzlich sind sie da, Namen, Geschichten, Begebenheiten, so intensiv, dass ich bei manchen das Gefühl nicht loswerde, es könne gestern erst geschehen sein. Jede Strassenecke, jedes Haus hat plötzlich Namen, hier wohnte Jürgen mit der progressiven Muskeldystrophie von dem meine Schwester das gelbe Fahrrad geschenkt bekam als er selbst es nicht mehr fahren konnte, hier der Herr Maier, der bei dem Brand im Park als erster mit seinem Gartenschlauch losgewetzt ist, dort unser Bauer bei dem wir Milch und Sprudel gekauft haben, hier die Sandra in die ich ein wenig verliebt war, aber es nicht zugeben konnte, weil mein Herz ja in Wirklichkeit für eine ganz andere schlug, da in diesem Mehrfamilienhaus der Michael mit seiner Familie, den ich seit dem Kindergarten befreundet gewesen bin, dessen Platz aber dann der Ralf in meinem neuen Heimatort eingenommen hat weil der ihm so ähnlich war, hier hinten einst die Katja mit der ich im letzten Jahr im Kindergarten als Bräutigam Vogelhochzeit gefeiert habe, was ich aber meiner anderen Liebe nie eingestanden habe, denn die kam erst nach dem Kindergarten zu uns in die Schule und sie wollte ich nicht damit eifersüchtig machen. In dem baufälligen Haus unten an der Ecke wohnten die Türkenkinder und mein Vater als unser Lehrer war immer sehr bedacht darauf sie mit in de Klassengemeinschft zu integrieren, was aber nicht sehr einfach war, denn ihre Bräuche und Sitten und auch dieser ganz eigene Geruch der von ihnen ausging, war uns Dorfkindern viel zu fremd. Zwischen den beiden grossen Dorfstrassen entdecke ich das prächtige Haus in dem Sabine gewohnt hat, ein Einzelkind aus wohlbehütetem besserem Hause, die sich aber in ihrer Aufregung mehrfach im Unterricht in die Hose gemacht hatte.

Die Strassen wirken an diesem Sonntagabend leer und verlassen, die meisten Fenster starren mich schwarz und einsam aus der sie allmählich umschliesenden Dunkelheit an. Enttäuschung macht sich in mir breit, ich erinnere mich an das alles viel lebendiger, farbiger, vielleicht aber liegt es an meinen Augen die das alles mittlerweile weniger kindlich gross als erwachsen und eng sehen.

An einigen Türen habe ich den Drang immer wieder auf die Klingelschilder zu sehen, wer hier wohl jetzt wohnt? Aber ich kann ihm wiederstehen, ich kann wiederstehen auch darauf zu drücken und zu sagen:'Hallo, ich lebe auch noch!', dieses Recht habe ich nicht und ich weiss nicht ob es hier überhaupt jemanden interessiert. Es ist viel zu lange her.

Schliesslich bleibe ich vor einem Haus stehen, das mir besonders leer erscheint, mit seinen hohen und hohlen schwarzen Fenstern starren das Wohn- und das Esszimmer in Richtung meiner alten Schule. Soviel Trauer wie ich dabei empfinde, dass es mir fast das Herz zerreisst, ich kam eigentlich deswegen heute hierher fiel mir bei seinem Anblick dann ein, auch wenn ich es mir bis dahin nicht eingestehen konnte oder wollte. Ein grosses Missverständnis auf meiner Seite, das alles zunichte gemacht hat, das ich sehr bereue wobei ich keine Chance sehe mich jemals wieder erklären und entschuldigen zu können; es ist einfach vorbei, denke ich mir.

Regen kommt auf, der Wind wird stärker, die Sonne ist mittlerweile hinter den Regenwolken und der Erdkrümmung verduftet, ich denke an Aprilwetter als ich wieder ins Auto steige. Schade, das was ich herausfinden wollte ist mir wieder verborgen geblieben, vielleicht muss diese Vergangenheit, auch wenn sie noch so schön für mich war, weiterhin einfach ruhen.
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Donnerstag, 23. Februar 2006

Contest: Schönste Webpage, webwide!

Bei BSC bin ich über eine mögliche neue Suchfunktion gestossen, die es - wie ich anfangs dachte - jetzt bei Google gäbe, den gooPagesSearch Naja, bisschen voreilige Schlüsse gezogen ...
Da es diese Suchfunktion bei Google derzeit (noch) nicht gibt, aber durchaus in Erwägung gezogen werden könnte, würde ich Google gerne bei der Vorabsuche tatkräftig unterstützen.

Ich rufe hiermit heute den

Schönste-Blogpage-webwide Contest

aus.

So funktionierts:
  1. Teilnahmeberechtigt sind alle Blogs die sich bei mir anmelden und die ich dann in die Auswahl einbeziehe; keine gewerblichen Seiten / Blogs!
  2. Anmeldung erfolgt bei mir in den Kommentaren dieses Postings
  3. Meldeschluss ist Sonntagabend, 26. März 2006 24:00 Uhr
  4. Voting ab dann anschliessend bis Mittwochabend, 01. März 2006, 20:00 Uhr, voten darf jeder!
  5. Bewertet werden soll im Voting das äussere Erscheinungsbild des Blogs, d.h. insbesondere auf Gliederung der Inhalte und deren optische Darstellung, Layout, ausgefallene graphische und optische Ideen sollte besonderes Augenmerk gelegt werden
  6. ich behalte mir redaktionelle Eingriffe vor ...
  7. zu gewinnen gibt es: Die Plätze 1-3 auf meiner Blogroll, forever!
Noch Fragen, Vorschläge? Her damit: stoertebeker, dann dat Klammeräffken vor icqmail.com

[edit] Punkt 5. eingefügt

Donnerstag, 22. Dezember 2005

Das war 2005!

Zeit für einen kleinen Rückblick und da ich mich heute nicht so sicher fühle um mich so gewandt wie Supercluster - Herr rOssi auszudrücken, bediene ich mich (sorry für den Mops!) einer Vorlage von verevere via bateman via sickgirl via ... Idon't know... Danke!

* Wort des Jahres: "unvermeidbarer Verbotsirrtum"
* Stadt des Jahres: Heidelberg
* Alkoholexzesse: hmm, ehrliche Angabe? per mail bitte nochmal nachfragen
* Friseurbesuche: 6
* Höchste Handyrechnung: 98,54€
* Mobiltelefon: Nokia 6210
* Beste DVD: Oceans' eleven
* Krankenhausbesuche: unzählige, täglich
* Blutabnahmen: unzählige, täglich
* Kassierte Nummern: entgegen meinen Vorrednern konkretisiere ich hier: 6
* Verliebt: ja, immer wieder
* Getränk: Jever, Holsten
* Essen: Seezunge an Orange-Dill-Sauce
* Gefundene Freunde: ... und das obwohl ich mich dieses Jahr insgesamt ein wenig zurückgezogen hatte!
* Most-called persons: Jessy, Sanni, Berit
* Most-visited person: meine Schwester, Sanni
* SMS: "Na, Du alte Kackbratze?!"
* Entdeckung: Die Blogosphäre
* Song: "Thunderstruck!"
* Erkenntnis: Frauen sind vielleicht doch das stärkere Geschlecht
* Hassobjekt des Jahres: wäre jetzt zuu persönlich
* Blog-Schreiberlinge des Jahres: ich arbeite an mir
* Begegnung des Jahres: klingt noch immer nach
* Job des Jahres: Hoffest in Heidelberg
* Schlimmstes Ereignis des Jahres: Studienende
* Schönstes Ereignis des Jahres: Klettern im Ticino
* Buch des Jahres: "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" von Herrn Precht

Ich erlaube mir, dies hier als "Stöckchen" abzulegen, wer vorbeikommt und eins möchte ist herzlich eingeladen eines aufzuheben.

[edit] ...und wird gebeten, dies dann unter "Comments" zu vermerken. Danke.

Montag, 19. Dezember 2005

Beinfreiheit

Montagmorgen, 9.20Uhr. Mit diesem satten "Po-lock!"- Geräusch schliessen sich die Türen meines ICEs in Frankfurt/Main Süd. Geschafft, und sogar noch einen der bequemeren Vierer-Plätze mit Tisch ergattert! Wunderbar, denn hier kann man wie nirgends sonst die Beine ausstrecken und hat Platz für seine Haxen. Wenn jetzt noch jemand einen Kaffee hier vorbeischuppst kann es ein perfekter Vormittag im ICE werden.

Ich schlage mein Buch auf und vertiefe mich wieder in die Tiermorde mit Comissario Montalbani. Die tiefverschneite Landschaft zieht vorbei, und allein die Vorstellung irgendwann wieder einmal aussteigen zu müssen finde ich in diesem Moment unerträglich.

Eigentlich haben alle die mit mir in Frankfurt eingestiegen sind, einen Sitzplatz gefunden und ich wähne meine Beine schon in Sicherheit, trügerischer Sicherheit, wie sich kurze Zeit später herausstellt. Ein kleiner Hektiker, etwas mehr als einen Kopf kleiner als ich und dabei breit wie hoch, zwängt sich mit seinem kleinen schwarzen Stress-Koffer auf den letzten, bislang für meine Beine freigebliebenen Sitzplatz, genau mir gegenüber.
Okay, ich weiss, ein Stoertebeker hat kein angeborenes Anrecht auf einen Platz für seine Beine, aber der Anstand hätte zumindest verlangt, dass der kleine Hektiker mir kleine eine Chance einräumt, ihm eine Ausrede vielleicht auftischen zu dürfen warum der Platz belegt ist und dass meine fiktive Begleiterin gerade auf Toilette oder Kaffee holen ist.
Nun ja, hätte er gefragt, hätte ich mich wahrscheinlich dennoch von meiner fiktiven Begleitung getrennt und ihm den Platz widerspruchslos geräumt. Aber so?! Murrend ziehe ich die Beine etwas weiter unter den Tisch, nicht zuletzt aus Selbstschutz, da ich befürchten muss, dass er die Lage der Situation bei weitem nicht so klar sieht wie ich und daher höchstwahrscheinlich auch meine Beine übersehen hat.
Der kleine SChwarze verschwindet unterm Sitz, Hut und Mantel auf der Ablage über meinem Kopf, ohne mich dabei mit dem etwas gestrengen Geruch unter seinen Achseln zu verschonen. Ammoniak! ... fällt mir dabei immer ein. Eine bodenlose Frechheit wie ich finde, denn die Woche hat noch nicht mal richtig begonnen und er hält es nicht mal für nötig sich ihr zu Ehren frisch zu duschen!
Zu guter Letzt ist da noch dieses kleine Aktentäschchen, so wie ich es von alten Arbeitern kenne, die es dann aufklappen, Vesperstulle und Thermoskanne hervorholen ... so wie sich dieses Klischee vor meinem geistigen Auge abspielt, wiederholt es sich anstandslos vor meinem realen Auge ... und zu guter Letzt dann auch die BLÖD-Zeitung. Nein, wie ein Arbeiter sieht er nicht aus, die Tasche ist inzwischen verschwunden, vielleicht Versicherungsmakler, Aussendienstmitarbeiter, vielleicht auch einer dieser schmierigen und etwas anhänglichen Bankfritzen aus der Dorfsparkasse denke ich noch, egal, auf jeden Fall wirkt er nach aussen eher intelektuell.
Mit dem Aufschlagen der BLöD-Zeitung hat er sich diesen Bonus ruckzuck bei mir verspielt, ich hasse Menschen, die auf intelektuell miemem, es dabei auch noch verstehen zu betonen indem sie im Zug eine Zeitung in kompletter Grösse auf dem Vierertisch verteilen, nur dabei blöderweise ausgerechnet dieses Käseblatt in der Hand halten! Der komplette Tisch!Ich meine zu fühlen wie er bemerkt, damit mein vollstes Missfallen hervorzurufen und kann regelrecht spüren, wie er sich in seinem "Wissen" darum badet.
Emotional bin ich am überschäumen und muss mich zwingen in dieser Situation nicht zu platzen. Scheinbar gelassen vertiefe ich mich wieder in mein Buch, blättere ruhig einige Seiten zurück, überfliege schnell so manche Zeile ohne den Inhalt der an mir vorüberziehenden Worte zu registrieren um kurze Zeit später mit einem SChwung alle Seiten wieder an die ursprüngliche Stelle zurückzuschlagen.

Eine sehr ungestüme Aktion, wie sich sofort herausstellen soll, die der Sache nocheinmal eine Wendung verleiht. Unglücklicherweise kommt dabei nämlich mein Buch mit dem oberen Rand seines "Blattes" in Berührung, nicht dolle, es war wirklich nur eine Berührung. Langsam neigt er den Kopf ein klein wenig nach hinten, gerade so weit, dass er über den Rand seiner brillenlosen Fassung schauen kann, mit einem Blick als hätte mich mein Mathelehrer beim Abkupfern erwischt! Es ist einer genau dieser Momente, die einen in eine Zeit und Situation zurückversetzen, von der man gehofft hat, dass sie jetzt nie wieder auftreten wird, und dennoch wird man von solchen Blicken immer wieder eines Besseren belehrt.
Beinahe wäre mir das Blut wieder wie damals in den Adern geronnen, nur diesmal bin ich mir wirklich keiner Schuld bewusst. Ich versuche ihn so kühl und kühn wie möglich über mein Buch hinweg zu fixieren und um meiner Kühnheit noch einen besonderen Ausdruck zu verleihen, ziehe ich die rechte Augenbraue noch ein klein wenig höher als sonst, um die Situation dann mit
"Oh, verzeihen Sie, ich hoffe Ihre grossen Buchstaben sind nicht aus Versehen verrutscht!" vollends zu retten.

So ganz scheint die Rettung dann doch nicht geglückt zu sein, denn als in Aschaffenburg mehr Leute aus- als einstiegen, wechselt mein Gegenüber den Platz zum Nachbartisch.

Aaah, soviel Beinfreiheit in der Bahn ist doch was Herrliches!

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