Indien 2006

Freitag, 5. Mai 2006

Basic Instinct 2, Teil 2

Der schwere, rote Vorhang, der bis gerade eben noch die riesige Leinwand verhüllt hatte, rafft sich auf, nach oben. Erstaunlich guter Sound, wie ich es für dieses Kino nicht erwartet hätte donnert mir aus den Lautsprechern entgegen, als mir der Filmverleiher, die Produktionsgesellschaften und Dolby Surround angekündigt werden. Die Vorschau beginnt, wie könnte es anders sein: amerikanische Produktion ... ein Auto jagt über die Leinwand ... aber nein: das ist der Film! Ich bin bass erstaunt, keine einzige Werbesekunde wurde hier verschenkt, der Hauptfilm beginnt und es ist: Basic Instinct 2, keine Bollywood-Produktion, wie ich sie eigentlich anfangs erwartet hatte.

Ein Auto rast über die Leinwand, zwei Insassen, schnelle, rasante Schnitte, wie die Fahrt durch das nächtliche, verlassene London, Sharon Stone räkelt sich auf dem Fahrersitz, neben ihr Stan Collymore, der indische Kinozuschauer kann nur erahnen, was Stan mit seiner Hand, bzw. dass er überhaupt etwas mit seiner Hand zwischen Sharon Stones Beinen fingiert. Die ersten Worte werden gesprochen, meine Körperhaltung nimmt die eines wandelnden Fragezeichens ein: mein Englisch kann nicht soo schlecht sein, als dass ich das nicht hätte verstehen können?!

Auf Hindi! Der ganze Film ist, entgegen der sonstigen indischen Gewohnheiten auf Hindi synchronisiert worden! Auch nach sechs Wochen in Indien reicht mein Hindi aber nicht aus, um dem Film, den Dialogen und damit einem erheblichem Teil der Handlung folgen zu können. Was mir also bleibt, ist die Bilder auf mich wirken zu lassen und mir mögliche Dialoge auszudenken parallel der Mimik der agierenden Schauspieler. Während der ersten Szene, ist das auch nicht allzu schwer, ausser wohllüstigem Stöhnen, der guten , alten Sharon Stone, die extrem aufgepudert wirkt, um die Fältchen der 48-jährigen zu verbergen, gibt es keine grossen Dialoge, die Szene endet damit, dass sie auf dem Fahrersitz bei Tempo 180 kommt und den Karren in einer Woge ihrer Klimax in den nächstbesten Fluss setzt. Karre am absaufen, der Fussballer guckt noch doof dann entschwindet Sharon durchs Fenster des sich mit Wasser füllenden Wagens und taucht durch den Fluss.

Bis hierher war der Film nicht schwer zu verstehen, doch meine Vorstellung, fehlende Dialoge mit Hilfe der Mimik zu ergänzen, erweist sich plötzlich alles andere als einfach. Kathrin Tramell alias Sharon Stone wird festgenommen, eine erste Begegnung mit dem Assistenten des Polizeiinspektors lässt diesen Bubi ziemlich alt aussehen, obwohl er noch recht jung ist, Sharon Stone grinst in einem Zug von Anfang bis Ende des Films, so dass ich mich fragen musste, welch glücklichmachende Mischung oder welches Verhältnis THC zu Koks muss sie wohl gewählt haben, um die ganze Zeit so zu grinsen?! Zunächst scheint es, dass sie versucht den alternden Polizeiinspektor um den Finger zu wickeln, mit einem Blick, der wohl in irgendeiner Weise so etwas wie ein Flirt sein soll, dann kreuzt ihr Verteidiger auf, sodass sie wohl ihre Taktik ändern muss und ihre Flirtversuche voll auf den armen Kerl konzentriert.
Diese Flirtversuche wirken aber alles andere als anmachend, eher vulgär, herablassend, schnippisch und es fiel mir als Zuschauer schwer herauszufinden, ob Stones dämliches Grinsen tatsächlich auf dem Mischungsverhältnis der möglicherweise im Spiel befindlcihen Drogen oder aber auf der Kunst der Maskenbildnerin beruhte, die versuchte der guten, alten Sharon ein einigermassen jugendliches Aussehen auf die mimische Muskulatur aufzuzimmern.

Erotische Szenen, die wenigen, die es in Indien gab, waren alles andere als erotisch, sie wirken sehr gestelzt und genügen sicherlich nicht um den Film in das Genre "Erotik-Thriller" wie den ersten Teil einordnen zu können.
Was im weiteren noch folgt, sind eine tippende Kathrin Tramell, eine K.T. in einem pompösen Anwesen in dem sie ihren Verteidiger empfängt, eine geschnittene Erotikszene, in der beide Schauspieler ihrer scheinbaren Pflicht nachkommen, eine Verfolgung durchs nächtliche London gefolgt von einer Lesbenszene und um die Karte auch noch voll zu bekommen mit begelitendem Gang-Bang, Aufnahmen in einer grossen, altehrwürdigen Bibliothek, eine junge Bibliothekarin vom Typus graue-Maus-wenn-ich-will-kann-ich-aber-auch-ganz-scharf und dann plötzlich schon ein Ende, das ich niemandem vorenthalten möchte, aber für diejenigen, die den Film noch sehen wollen, wäre es die einzige wirkliche Überraschung, die ich ihnen damit nehmen würde, würde ich das Ende verraten. Um schliesslich den Titel "Basic Instinct 2" rechtfertigen zu können, tauchen im letzten Drittel des Filmes tatsächlich auch noch zweimal der legendäre Eis-Stocher auf. Szenen, Personen und Abläufe imponieren, als hätten sie schon einmal in Basic Instinct (1) passieren können sollen.

Also, der Film ist sein Geld alles andere als wert, sicher werde ich ihn mir nicht noch auf Deutsch "ergänzen" müssen. Ich gehe enttäuscht aus dem Kino, denn manche Stars scheinen nicht erkennen zu wollen, dass a) manche Uhr abgelaufen ist und b) einmal gut ist nicht selbstverständlich ein zweites Mal gut. Der Film wirkt alles in allem wie eine völlig überzogene Karrikatur der Kathrin Tramell, des ersten Teils von Basic Instinct und letztlich auch seiner selbst und Sharon Stone hat sich mit diesem Fil alles andere als einen Gefallen getan.

Mittwoch, 3. Mai 2006

Basic Instinct 2, Teil 1

Basic Instinct 2Es ist mein letzter Abend in Kalkutta, die Rucksäcke sind gepackt und sicher im Hotel verstaut, bis ich sie nachts abholen werde um zum Flughafen zu fahren, Abendessen hatte ich zusammen mit Marc aus Vancouver, allerdings hatte der sich mittlerweile auf eine Party hier verabschiedet, ihr wisst schon, eine von diesen indischen Parties auf denen in Ermangelung an Alkohol entsprechend die indischen Kräuter aus Shiva's Kräutergarten geraucht werden. Ich konnte mich nicht dazu durchringen mitzugehen, irgendwie bereitete mir der bevorstehende Flug mit dem Check-in mitten in der Nacht eine gewisse Unruhe, die ich nicht so recht kontrollieren konnte.

Also: einen der Abende zuvor hatte ich bereits das Planetarium und den Gecko an dessen Firnament besucht (nein, kein indisches Sternzeichen, sondern ein wahrhaftiger kleiner, beige-grauer Gecko unter dem höchsten Punkt der Kuppel) und bis ich ein Taxi rufen konnte, das mich zum Flughafen rausbringen sollte musste und wollte ich noch einige Stunden in der Stadt verbringen. Ich wusste, dass an der Chowringhee-Lane ein Kino sein musste, im Laufe der vergangenen Tage war ich bereits einmal davor gestanden und hatte mir überlegt einen dieser heissen Nachmittage von Kalkutta im kühlen Schatten einer Nachmittagsvorstellung zu überstehen, allerdings hatten mich die Menschenmassen an dessen Eingang, die eine ähnliche Idee wie ich scheinbar gehabt haben mussten, abgeschreckt. Doch heute abend wollte ich nocheinmal dorthin gehen und die Atmosphäre einer indischen Filmvorführung in mir aufsaugen.

kinoticketIch trat aus der hitzigen Schwüle des indischen Abends in den Vorraum des Kinos, um eine Karte zu lösen. Angenehme Kühle schlug mir entgegen und umgab mich, warb um jeden einzelnen Schritt weiter ins Kino hineinzugehen, während das pulsierende, rasante Leben hinter meinem Rücken weiterraste mich das grosse, alte Kino mit einer beruhigenden Stille empfing. Am Eingang hatte ich gesehen, dass es wohl mehrere indische Bollywood-Produktionen derzeit im Programm geben musste, meine Frage, was heute Abend in welchem Saal gezeigt werden sollte, wurde vom Kassier allerdings mit einem fragenden Achselzucken quittiert. Der Kartenabreisser am Eingang des einzigen Kinosaals im gesamten Kino notierte mit schwarzem Filzstift meine Sitznummer auf meinem Billet: D 24, um dann mit einer Taschenlampe bewaffnet mich in die Dunkelheit des Kinosaals hinein an meinen Platz zu begleiten. "Logenplatz..." war das erste was mir auffiel, daher hatten mir die Jungs an der Kasse wohl auch 70 Rps. statt der normalerweise fälligen 35 Rps. abgeknöpft. Allmählich gewöhnten sich die Augen an die tiefe Dunkelheit im Kinosaal: ich war allein! Ein riesiger Kinosaal, vielleicht 800 Leute haben in längst vergangenen TAgen hier allabendlich einer Vorstellung beiwohnen können und heute: ich, allein, auf der Empore der Loge, genau in der Mitte.

"Das bekommste auch nur hier in Indien geboten!" hörte ich mich sagen und liess mich auf den mit abgenutzem Leder bezogenen, für meine langen Beine viel zu kurzen Sitz aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts plumpsen, ein tiefer Atemzug kühler, feuchter Luft, die sicherlich ähnlich alt war wie die Sitze, strömte in meine Lungen. "Want s'mthing to drink? Chips?" schnatterte der Verkäufer hinter mir in seinem unvergleichlichen Hinglish. Mein Platzeinweiser und der einzige im ganzen Saal, versucht mich zunächst noch dazu zu überreden, weiter am Rand des Saales und damit näher an einem der brummend-surrenden Ventilatoren zu sitzen. Ich winke ab. Nein, hier in der Mitte, das ist für mich das Beste, was allerdings zur Folge hat, dass mein Platzanweiser, sicher aus Sorge um meinen Kreislauf, die mir am nächsten gelegenen vier Vents beiderseits des Kinos auf meinen Platz ausrichtet. 10 Sekunden, 20, dann erreicht mich der kühle Luftstrom der vier Elektroquirle. Über meine rechte Schulter bekomme ich meine beiden Becher eiskaltes Coke und die Tüte Chips, massala gereicht. Umständlich erklärt mir mein Platzanweiser dann auf meine Frage, warum es heute so leer sei, dass dieses Kino lange nicht mehr so populär ist, wie die grossen Cineplex-Kinos am Rande der Stadt. Schade, denke ich, bei uns hätte es binnen kürzester Zeit einen ungeheuren Kultstatus erzielen können. Ich lehne mich zurück, erwarte meinen Film, eine Hindi-Bollywood-Produktion wie ich mir ausmale, mögen die Spiele beginnen.

....Fortsetzung folgt.

Montag, 1. Mai 2006

Ohrwurm

Wie auf jeder Reise ab es auch diesmal wieder einen Ohrwurm, der a) die ganze Zeit rauf und runter gespielt wurde von morgens zum Frühstück bis abends beim Dinner und der b) mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht.
Ich verstehe zwar kein Wort, worüber darin gesungen wird, die CD habe ich mir dennoch mitgebracht.

AKSAR on iTunes

Viel Spass.

Donnerstag, 27. April 2006

Indien 2006: Ein Editorial

IMG_7874...oder ein Versuch. Ausgeschlafen sitze ich am Frühstückstisch, nach einer doch recht langen Flugreise zurück nach Deutschland. Das Problem war wohl technischer Natur in Klakutta, weswegen mein Flieger erst 4 STunden später gestartet ist, doch glücklicherweise heil in London runterkam. Schon mal im Flugzeug ohne Klimaanlage gesessen?! Das ist wie Sauna und klaustrophobisch dazu.

Was hat sich verändert? Einiges ....

  • Ruhe, statt Gehupe
  • Hyazinthenduft, statt Staub und SChweiss
  • Autofahren, rechts statt links
  • Lenkrad links statt rechts
  • Bier statt Saft und Tee (hatte gestern in London nach einer kleinen Flasche Beck's einen Schups :-) )
  • Kopfnicken, statt "Hey, friend! Come into my Ssopp!"
  • lange statt kurze Hose
  • angucken statt drübergucken
  • geschlossene statt offene Schuhe
  • ein eigenes, sauberes Bett, statt Schlafsack und Mitbewohnern
  • Frühstück mit Marmelade, Müsli, Schinken, statt Toast und Aloo Dum oder Aloo sabbjhi
  • Schwarzer Kaffee statt rehbraunem Chai
  • frösteln statt schwitzen
  • € statt Rps
  • heiß statt kalt duschen
Also: Indien war toll, dieses Kapitel wird für mich sicherlich noch eine Fortsetzung folgen lassen, zumal ich schon Ideen habe, was und wie ich es das nächste Mal anders und / oder besser mache. Die Jahreszeit das nächste Mal wird Oktober / November sein, wenn der Monsun vorüber ist, es grünt und blüht, denn die Farben, die ich ursprünglich gesucht habe, waren schwer in dieser staubigen, trockenen Jahreszeit zu finden, doch wenn dann sind sie umso klarer hervorgestochen. Beginnen werde ich in Kalkutta, eine Reise wird mich sicherlich nochmal weiter nördlich führen ins Himalaja und nach Darjeeling, es gibt einige Treckingtouren, die mich sehr reizen, eine weitere Reise wird von Kalkutta aus über die Nicobaren und Andamanen, weiter Chennai in den Süden und dann nach Goa und Mumbai führen.
In den nächsten Tagen werde ich einige Postings hier überarbeiten, Bilder mitreinpappen, Postings in die neue Rubrik Indien 2006 verschieben, es gibt noch einige Geschichten zu erzählen, für die ich jetzt mit der nötigen Ruhe sicher die richtigen Worte finden werde und die Positionslichter werden eine neuen Moblogfunktion erhalten, und vor allen Dingen: meine Lieblingsblogs weiterlesen. Also: es bleibt spannend.
Indien war genial, dennoch: Ich freue mich auch wieder hier zu sein!
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Dienstag, 25. April 2006

Donner, Blitz und Hagelwetter!

IMG_8249Gerade sitze ich im Cafe ueber einem frischen, kalten und aussen am Glase beschlagenen Frappe, denn ich habe Muehe meine letzten Rupien auszugeben ... in D werde ich die nicht wieder los, und was lese ich da in der heutigen Zeitung?! 9 Tote bei Unwetter in Kalkutta am Montagabend! Donnerlittchen!
Nein, mir geht es gut, ich erfreue mich bester GEsundheit, sitze qietschfidel im Internetcafe und meine mich zu erinnern, dass da gestern abend so ein kleines Gewitter war, ich erinnere mich, weil just in jenem Moment als ich ein klein wenig eingenickt war die Tueren, und zwar saemtliche auf meinem Flur, mit einem Schlag zugedonnert sind. Da war ich wieder wach, joah und dann hat es ein bisschen geregnet. Okay, ist vielleicht ein wenig untertrieben, es hat geschuettet.

So, jetzt Abendessen, habe mich mit Marc aus vancouver verabredet, anschliessend geht es nochmal ins Kino und dann werdeich mich auch schon auf den Weg zum DumDum-Airport machen.

Noch was Erstaunliches: Habe in den vergangenen Tagen mehrfach mit meiner Bank versucht zu telefonieren, allerdings ist die Verbindung dermassen schlecht, dass ich jetzt nicht wusste, was die genau gemacht haben, mit meiner VISA-Karte. [ot] Diese Call-Center-Kacke regt mich ohnehin auch zu Hause auf, irgendwie schnallen die nicht ihre Micros richtig einzustellen und ich hatte anfangs befuerchtet schwerhoerig zu sein .... bin ich aber nicht [/ot]
Jedenfalls habe ich vorhin noch Musik gekauft und VISA funktionierte auf einmal wieder ganz prima!

Kali-Ghat, Sarees und andere Unwegsamkeiten

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Irgendwie wird es hier in Kalkutta zu einer Angewohnheit von mir, ueber die Mittagszeit in einem Internetcafe zu verschwinden, um die Hitze ueber Mittag zu ueberstehen. In den vergangenen Tagen erwies sich naemlich mein Deo, was sonst einen ganz wunderbaren, profanen und alltaeglichen Duft hat, leider nicht als Indien-tauglich: keine 10 Minuten nachdem ich das Hotel verlassen hatte war ich von Kopf bis Fuss schweissgebadet, schlicht: es hat versagt! Die einzige Abhilfe, die da noch was taugt: ab in den Schatten.
Heute morgen bin ich frueh raus, wollte eigentlich diesen Kalighat-Tempel hier besuchen, doch leider: ich habe mich verfranst! Und zwar richtig heftig. Und: ich habe auch nach dem Weg gefragt, es soll ja Menschen geben, die mir unterstellen, dass es ein Prinzip von mir waere, niemals nach dem Weg zu fragen, aber spaetestens mit dem heutigen Tag habe ich sie alle Luegen gestraft! Aetsch!
Nur: alle Wegbeschreibungen, die ich bekommen habe, haben niemals mit meiner Karte im Lonely Planet uebereingestimmt und das kam mir komisch vor. Es dauerte dann fast zwei Stunden bis mir der Gedanke kam, dass moeglicherweise die Metrostation, aus der ich ausgestiegen bin, falsch eingezeichnet ist. Und siehe da: es haette geklappt, wenn nicht ....
...ich aus dem Hotel haette auschecken muessen und mich auf dem schnellsten Weg zurueck ins Zentrum haette aufmachen muessen.

Was lerne ich daraus?
  • Lonely Planet ist nicht heilig
  • Auch Lonely Planet kann Fehler enthalten
  • wenn 20 Locals aehnliche Wegbeschreibungen geben, koennte man anfangen darauf zu vertrauen.
Dafuer ist heute noch etwas anderes recht unglaubliches passiert: ich habe 2 Sarees gekauft! Nein, ich werde nicht zur Inderin, wie schon anderer Stelle hier im Blog gemutmasst, das unglaubliche daran ist: sie werden (und das darf ich nicht zu laut sagen, ich glaube das waere fuer eine Inderin fast so etwas wie Ketzerei fuer eine Bajuvarin...) zu Vorhaengen umfunktioniert!
Mir sind diese Sarees schon am Anfang mal in einem Laden ins Auge gefallen, aber da war ich noch jung und unerfahren, was Indien anbelangt ausserdem wollte ich nicht Tonnen an Souveniers durch Indien schleppen, sodass ich diese Idee wieder verwarf. Gestern hatte ich sie eigentlich dann ganz abgeschrieben, doch als ich heute dann wieder welche fand ... Okay, Stoerti mit Vorhaengen, was ganz was Neues!
Heute Nachmittag werde ich dann noch gucken indische Popmusik zu finden, da ist dieser eine Song der hier die ganze Zeit laeuft und vielleicht gibt es ja auch noch HipHop?
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Montag, 24. April 2006

It's a mens' world!

Wann immer ich auf der Strasse unterwegs bin, mich mit Leuten unterhalte, Bilder schiesse, es sind eigentlich nur Maenner, die mir hier im oeffentlichen Alltag begegnen. Es ist irgendwie schade, aber als allein reisender Traveller ist es sehr schwierig, hier in Indien Kontakt zum anderen Geschlecht allein schon in Form einer harmlosen Unterhaltung aufzunehmen, ich habe staendig das Gefuehl, das mir vermittelt werden soll, dass etwas "Anruechiges" dabei ist. Allein in der Zeit, die ich mit Laia in Udaipur verbracht habe, kamen wir als "Paar" mit einigen Inderinnen in Kontakt.
Als Mann ist das Leben hier auf dem indischen Subkontinent ganz laessig, Chai trinken, ergaunerte Zigaretten rauchen, mit den Nachbarn laestern, anderen beim Arbieten zugucken und die Frauen arbeiten lassen. Und die schmeissen hier echt alles: Haushalt, Kindererziehung, zusaetzliches Einkommen und in "India Today" habe ich letzte Woche gelesen, dass oft sogar von den Frauen das Haupteinkommen mit in die Familie gebracht wird.

Es ist heute verdammt heiss und ich merke dass ich nur schwer heute hier was schreiben kann, mir magelt es einfach an Geduld und Konzentration, daher hier jetzt nur noch einen Notiz an mich:
    Oeffentlicher Verkehr
    Kommunikation, "Friend"
    Arbeit
    Frauen
    Kinder
    Bettler

Sonntag, 23. April 2006

Kolkata

Nachdem gestern in balasore wohl einiges schief gelaufen ist, ich mich nicht anmelden konnte und angelegte Beitraege auf wudnersame Weise verschwunden sind, heuiter alos das posting schon aus Kolkata.
Ruhiger als Puri, besser "definiert" als Gopalpur-on-Sea, mit weitlaeufigem Strand, so wurde Chandipur im Guidebook beschrieben: und es war wie es war, mir eindeutig zu ruhig! Nach einigene Privat-Consultationen und einer auseinadersetzung mit Autoricksaw drivern fiel es mir einigermassen schwer,mich von dem gewohnten Umfeld in Puri wieder zu trennen, doch dafuer gibt es Grund genug im sommer / Herbst nach Florenz zu fahren und meine Hose, die ich Victor ausgeliehen habe wieder von dort abuholen.

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Kolkata ist cool! Nicht von den Temperaturen her, nein es ist jetzt 10.00 Uhr und schon drueckend heiss aber die Stadt ist, soweit ich es auf meinem Morgenspaziergang sehen konnte sehr nett gerichtet und fuer indische Verhaeltisse so sauber, dass iuch fast versucht seinkoennte von der Strasse zu essen! Ausserdem scheint ich mein derzeitiges Geldproblem in Sinne mangelnder Barschaft am heutigen Sonntag geloest zu haben, nachdem ich hier eine Querstrasse weiter eine Filioale der Deutschen Bank mit Geldautomaten gefunden habe :)
Hoffe, bei Euch ist endlich aehnlich gutes Wetter wie hier wuensche einen schoenen Sonntag!

Montag, 17. April 2006

Heimkommen ...

... irgendwie fuehlt es sich so an, denn ich bin kurzentschlossen nach Puri zurueckgekehrt. Nachdem ich gestern im Chilika-Lake Delphine gesehen habe, dem Seeadler vor meinem Zimmerfenster "Guten-Morgen" gesagt habe und festgestellt habe, dass Adler eitle Tiere sind, wollte ich heute morgen mit der Faehre urspruenglich auf die andere Seite des Sees uebersetzen. Doch leider hat mir das Wetter dabei einen Strich durch die Rechnung gemacht: es stuermte, es regnete aus Kannen (mein erster Regen seit 5 Wochen, ich habe mich sehr darueber gefreut ...) und die Faehre war ein kleines Fischerboot, zum Bersten voll geladen, wie alle oeffentlichen Transportmittel hier in Indien. Man erklaerte mir, dass die Faehre heute bei dem starken Seegang nicht mehr zurueckfahren wuerde, ich mein Ziel also nicht erreeichren sollte und morgen war sich niemand sicher, ob sie wieder zurueck gehen wuerde. Das passte nicht so recht in meine Zeitplanung, das wurde alles auf einmal ein wenig knapp, also: zurueck nach Puri.

Mit grossem Hallo war natuerlich Viktor der erste, der mir auf der Strasse begenete und sich sichtlich freute, im Hotel habe ich mein Zimmer wiederbekommen und die Jungs dort fanden das auch ganz lustig. Morgen muss ich also meine Zugtickest umbuchen gehen und das VISA-Karten-Problem loesen, denn vermutlich habe ich in Delhi doch zxu oft die falsche Nummer in den Automaten gehaemmert, in der festen Ueberzeugung, es sei die richtige ....

Wuensche Euch allen ein frohes Rest-Osterfest!

Dienstag, 11. April 2006

Gruesse von Familie Shir-Khan!

Ja, ich habe die Tiger gesehen! 4 an der Zahl, in der freien Wildbahn, Frau Shirkhan begenete mir morgens als erste, mit zwei kleinen Tigerbabys kreuzte sie die Strasse. Es standen so viele Jeeps drumherum, dass ich echt schon dachte, dass das von den Indianern arranmgiert war, extra fuer die doofen Touristen irgendwo morgens schnell aus dem Kaefig gelassen, damit die auch was zu Gucken haben, die Touristen.
Aber Herrn Shirkhan haben wir dann spaeter allein gesehen und es stellte sich spaeter heruas, dass wir tatsaechlich auch die einzigen waren, die ihn zu Gesicht bekommen haben. Viele mussten echt enttaeuscht nach einem Tag wieder abziehen, ohne auch nur einen einzigen Tiger gesehen zu haben, von den 56 die es wohl in dem PArk geben soll.
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Das Beweisphoto folgt in Baelde, muss erst meinen Chip vollbekommen und dann wieder eine CD brennen lassen. Dieses Vieh ist WIRKLICH HUGE! Er liess unseren Jeep auf ungefähr 10 Meter sich nähern und verzog sich dann mit schlenkerndem Schwanz ins Gehölz. Schulterhöhe des Tieres war sicher locker vergleichbar mit einem Kalb, also bestimmt kein Schmusekätzchen...
Das mit den Indern auf Safari war echt ein wenig anstregend, denn die hetzten uns in unserem Jeep wirklich in Windeseile durch den PArk, staendig auf der Jagd anch dem Tiger. Ich war ein wenig enttaeuscht, denn auf meine Bitte hin langsamer zu machen oder aml so anzuhalten, weil ich ein Bild von dem wirklich landschaftlich tollen PArk machen wollte, darauf sind sie nicht eingegangen.
Nachmittags wurde es dann ein wenig besser, nachdem wir ihnen erklaert hatten, was es bei uns fuer Tiere nicht gibt, dafuer in dem Park, und so haben sie dann etwas langsamer gemacht.
Wir, das waren Drahusha & Tibor, ein slowakisches Paerchen, die in Amsterdam leben und ich, mit denen ich mir eine Huette im Dschungel geteilt habe und den Jeep und mit denen ich Wodka trinken musste. Es war ganz scheon anstrengend, zumal wir ja dann auch fuer die Safari echt frueh raus mussten.
Gestern bin ich dann frueh morgens mit einem extra gemieteten Jeep aus dem Park gestartet und es war eine der tollsten und eindruckvollsten Fahrten, die ich bisher hatte, denn es ging durch die Auslaeufer dieses Parks und in der Morgendaemmerung standen unzaehlige echt wilde Tiere am Strassenrand und die Sonne ging ueber dem Urwald und der Steppe auf, ich war wirklcih beeindruckt von dem Farbenspiel.
25 Stunden Zugfahrt und ich sitze seit heute morgen, nun etwas muede in Puri. Bin etwas muede, werde gleich noch ein wenig frischen Fisch essen gehen und dann ins Bett, weil ich morgen bei Sonnenaufgang die Fischer beuschen gehen moechte.

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