Montag, 12. März 2007

Schwäbische Weissheit, Teil 1

Zom Ässe - zruckliega
zom dränka - vorliega
zom schaffe - noliege!

Ich brech' die Herzen der stolzesten Fraun ...

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... weil ich so stürmisch und so leidenschaftlich bin!
Mir braucht nur eine ins Auge zu schaun'
und schon iss sie hin!


Dass ich in meinem persönlichen Posteingangsfach auf Arbeit immer wieder diverse Zettelchen mit obskuren Telefonnummern finde ist fast schon Normalität.
Aber das, was ich neulich morgens an meiner Autoscheibe hinter einem Wischblatt festgeklemmt fand, schlug allem bisher dagewesenen den Boden aus dem Fass.

Nur leider: keine passt ins Beuteschema! Vor allem: nicht mit der Bux!

Freitag, 22. Dezember 2006

Einsicht

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Wenn zwei das gleiche tun
ist es noch lange nicht dasselbe


Stoertebeker's Mutter zum Fünfjährigen

An die Situation in der meine Mutter mir das so sagte kann ich mich wirklich nicht mehr genau erinnern, ich denke aber dass das möglicherweise mit den brüderlichen Erziehungsmethoden an meinen Schwestern in Zusammenhang zu bringen ist. Prinzipiell ist das heute egal, aber ich musst daran denken als ich heute beim Einkauf in das Regal mit den Schokonikoläusen griff und mir den rotgekleideten braunsüssen Gottesmann in Alugewand in den Einkaufswagen legte. Ist ist einer von jenen, die jedes Jahr in den kindlichen Stiefeln auf der alten Holztreppe im Hause Störtebeker zu finden waren. Nein, es ist nicht mehr das selbe, habe ich mir dann gedacht, aber vielleicht gibt mir sein süsses Inneres einen Moment längst vorbeigerauschter, behüteter Kindheit wieder...

Sonntag, 17. Dezember 2006

Zeitvertreib ....

Kurzweiliges Spiel für schneelose Winterabende.

Viel Spass!

via DRS3

Freitag, 15. Dezember 2006

Blond ...

Eine Blondine kommt in ein Stoffgeschäft und verlangt schönen rosa Gardinenstoff. Der Verkäufer zeigt ihr bereitwillig diverse Muster und die junge Dame entscheidet sich für ein duftiges rosa Stöffchen mit Blumen.

Verkäufer: " Wie viel darf ich Ihnen davon abschneiden?"
Blondine: "15 cm."
Verkäufer: "15?!Wo bitte haben sie ein so kleines Fenster!"
Blondine: "Die Gardine soll für meinen Computerbildschirm sein."
Verkäufer: "Aber für einen Bildschirm brauchen Sie doch keine Gardine!"

Blondine: "Hallooooooo, ich hab Windows!!!"

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Parkgebühreninflation

Seit nunmehr dreieinhalb Monaten wohne ich ganz zauberhaft in der Stadt am See, meine Blicke können über Vorarlberger Alpen, den See seiner selbst und die SChweizer Alpen nach Lust und Laune schweifen, sollte einmal nicht wieder alles in dichten, zähen Nebel gehüllt sein. Zu dieser ganz wunderbaren Wohnung gibt es im Keller einen Tiefgaragenstellplatz, der sich aber durch horrende Kosten nahezu unrentabel gemacht hat, in meinen Augen. 92€ monatliche Koste um dafür ohne Seeblick durch einen abgedunkelten Keller zur Störtebeker'schen Kogge zu tappen empfand ich dann am Anfang für doch recht viel.

Dieser Überlegungskomplex machte mir dann die Entscheidung, meine Kogge auf dem öffentlichen, auch näheren Parkplatz zu parkieren am Anfang nicht recht schwer. Mittlerweile kann ich nur noch ungern auf den morgendlichen Anblick der Segler im Yachthafen und der in morgendliches Rot getauchten nahen (jetzt weissen!) Berge verzichten, um dann ganz entzückt meinen Zündschlüssel zu drehen und zur Arbeit zu fahren. Die Parkgebühren auf diesem öffentlichen Abstellplatz empfand ich bislang als tragbar, zumal die Gebührenpflichtige Zeit auf den Zeitraum zwischen 8 und 18 Uhr erstreckt und das genau jener Zeitraum ist, während dessen ich ohnehin arbeiten muss und 2€ Parkgebühr sich somit für mich erledigt haben.

Doch ganz zum Nulltarif sollte auch ich diese Abstellmöglichkeit nicht bekommen, denn etwa 5 bis 6 Mal im Monat entfällt auch auf mich ein Nachtdienst, sodass ich regulär gegen 9.30Uhr auf den o.g. Abstellplatz rolle. Also löse ich an diesen Tagen einen Parkschein, um regelkonform mit geltendem städtischen Recht mein Fahrzeug auf diesem Parkplatz abstellen zu dürfen. 2€ pro Dienst, maximal 6 Dienste im Monat macht alles zusammen höchsten 12€, noch deutlich günstiger, als für 92€ mich im Keller einzumieten.

Jedoch kann es gelegentlich zu Unregelmässigkeiten kommen, sprich der Pizzamann aus dem Nachtdienst hat mich sämtlicher monitärer Grundlage entledigt oder die Brötchen vom Bäcker umme Ecke haben das letzte verbliebene Münzgeld aufgezehrt. In diesen Situationen war de Parkwächter bislang schneller als ich und bis ich nachmittags wiederkam, um den säumigen Parkschein hinter die Windschutzscheibe zu pappen, pappte dafür jeweils im Laufe des Tages schon ein Knöllchen unter meinen Wischflügeln. Mist, 5€ jeweils. Zweimal diesen Monat macht 10€, dazu 12€ abzüglich der zweimalig säumigen Parkgebühr macht 8€, okay sind alles zusammen 18€. Immer noch günstig.

Seit jedoch drei Tagen bin ich in völlig anderen Umständen.Ich habe eine Woche Urlaub und dies hatte ich bislang in meinen Kalkulationen noch nicht mit berücksichtigt. Sechs Werktage à 2€, 4 Dienste (abzügl. der säumigen Gebühren) à 2€, sowie meine beiden Knöllchen à 5€ macht diesen Monat alles zusammen 30€. Na, ich sollte mich freuen, nicht zu oft Urlaub machen, immerhin habe ich noch 62€ gespart!


Denkste! Schon wieder anderer Umstand heute morgen: ich hatte gestern - wie kalkuliert - meinen Parkschein gelöst und war bis gerade der festen Überzeugung, dieser sei bis 12 Uhr gültig. Tja, Scheisse wars, es stand 10.57Uhr drauf. 11.59Uhr kam der Stadt-oberparkwächter, mit meinem Parkschein unter der Windschutzsscheibe Parkzeit >1h überschritten macht: 15€!! Hallo?! Was bitte ist das? Da war ich mal so nett und ehrlich und versuche regelmässig die Parkgebühr zu entrichten und verspäte mich um wenige Minuten und dann sowas! 15€, weil etwas mehr als eine Stunde! Ich überlege und stelle fest an jenen Tagen als ich die 5€-Knollen bekommen habe, kam der Parkwächter sehr viel später als 1 Stunde und da waren es nur 5€. Wie gerecht ist das? 45€ in einem Monat dafür verbraten, die olle Kogge abstellen zu können und wenn ich ehrlich versuche meine Gebühr zu entrichten dafür noch den DREIFACHEN Preis bezahlen?

Diese Welt ist ungerecht und gemein.

Ich trete hiermit der Ungehalten-und-jähzornig-Bewegung bei. Prost!

Montag, 11. Dezember 2006

kollektive Persönlichkeitsstörung

An anderer Stelle, in anderem zusammenhang hatte ich es schon einmal erwähnt, jedoch scheint es sich in letzten Zeit so zu verhalten als wolle mich jemand mittlerweile damit aufziehen. Ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn dieses Indefinitvpronomen mit drei Buchstaben am laufendem Band verwendet wird, in jedem Zusammenhang Anwendung findet und die eigentliche Individualität die ein jeder von uns auszuleben versucht damit im Keim erstickt. Sind wir nur noch Maschinen, denen wir uns die eigene Betriebsanleitung vorlesen? Leben wir in einem aufdoktrinierten System, in dem wir uns selbst in unserer Freiheit einengen? Doch langsam, eines nach dem anderen...

Am vergangenen Wochenende hatte ich mal Zeit wie schon lange nicht mehr und mit einer heissen Tasse Kaffee und der Samstagszeitung wollte ich den Vormittag im Bett verbringen. Es begann ganz harmlos mit den Nachrichten, ein schmieriger Politprofi erklärte "man" müsse den Nahostkonflikt wieder diplomatisch am grünen Tisch lösen, ein anderer erklärte "man" müsse den CO2-Ausstoss vermindern um das Kyoto-Protokoll einhalten zu können und ein anderer äusserte sich zur Integration und "man" müsse mehr für die Integration tun, um interkulturellen Konflikten rechtzeitig begegnen zu können und uns Angela erklärte "man" fühle sich wie vom Tellerwäscher zum Millionär nach 12 Monaten Amtszeit. Typisch, oder? Mit "man" lässt sich alles so schön auf Distanz halten, es signalisiert die Einsicht, das etwas unabdingbar ist, das etwas verändert werden muss, aber gleichzeitig lässt sich eine Distanz wahren durch die sich jeder einzelne unserer Berufspolitiker aus der Verantwortung ziehen kann. Mit einem ganz einfachen Wort mit drei Buchstaben. "Man", ich würde gerne, aber kann nicht, weil die anderen, oder: Ich verstehe, aber die anderen sollten ... usw... es wird dadurch alles so schön entschuldbar.

Nächstes Programm, krebskranke Kinder, eine Mutter schildert die Situation, Schmerzen, Angst, Sorgen, Freude und erzählt das alles ohne ein einziges Mal "ich", "wir", "Als Mutter" zu verwenden, sondern ersetzt alles durch das indefinitive, unpersönliche Drei-Buchsatben-Wort.
Ich war schockiert, wobei ich es psyochdynamisch bei ihr noch am besten verstehen könnte, vielleicht als eine Art Verdrängungsmechanismus.

Zapp! Nächstes Programm, Menschen werden auf der Strasse nach PISA befragt, Bildung. "Man kann", "man sollte", "Man darf", "Man darf nicht", "man hat", "man ist" ....

Was ist los? Alle diese Statements wirken als ob über ein jedem von ihnen ein Damokles-Schwert schwebt, dass bei Regelbruch auf sie herniederprasst und sie entzweit, meine Mitmenschen. Fehlt es ihnen an Idenifikation? Werte, für die wir einstehen können und wollen?
Ich spule man meine virtuelle Zeitmaschine zurück, 20 Jahre: Bocksberg, Wackersdorf, Themen die die Menschen bewegten und zwar zu Tausenden auf die Strasse, wofür sie kämpften und wogegen. 15 Jahre: Wiedervereingung, Freudentaumel, ein Volk im kollektiven Glückseeligkeitsrausch. 12 Jahre: Rassimus, rechtsradikale Ausschreitungen, Tausende formieren sich auf den Strassen ...

Und heute? Es ist normal geworden, der alltägliche Rhythmus hat eine lähmende Normalität erfahren, in der ein jeder versucht seine Individualität auszuleben, aber eben angepast auszuleben. Es gibt nur noch wenige Orchideen, alles ist möglich, "man" gibt sich der lähmend-betäubenden Vielfalt hin. Warum sagt niemand mehr "ich" möchte, "ich" kann, "ich" will .... ? "Man" wünscht sich, "Man" stellt sich vor ("Man" könnte sich vorstellen...), keiner ist bereit irgendeine Garantie für irgendetwas zu geben. Ist es das? Fehlende Bereitschaft für etwas einzustehen?

Mir macht diese Entwicklung Angst, zumal sie wie ich finde schon so deutlich ist, dass sie sich auch in unserer Sprache niederzuschlagen scheint. Wir werden unzulänglich, unscheinbar und unsichtbar. Ich wehre mich dagegen, entschieden. Ich habe dieses Indefinitivpronomen aus meinem Wortschatz gestrichen und mit Ekel-Herpes an den Lippen die Glotze abgeschaltet.

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Es riecht nach Schnee

Der fehlende Schlaf der vergangenen Nacht klebt mir noch in den Augen als ich das Haus verlasse, ungestillter Hunger und Kaffeedurst nagen an meinem Magen, als ich mich auf meinen Nach-Hause-Weg mache. Kalte, frische und ebenso klare Morgenluft schlägt mir ins Gesicht und die feuchte Frische dringt mir bis tief in meine Lungenflügel, die tief stehende Wintersonne wärmt meine Wangen. Als ich um die Ecke biege um einen Stopp bei meinem Stadtbäcker zu machen versüßt der Duft frischer Brötchen diese Morgenstimmung. Es ist klar, so unglaublich klar, wie es wohl selten hier im Herbst war, der See liegt wie zähes Blei vor mir auf dem sich die Strahlen der Morgensonne spiegeln und wirkt ebenso kalt, wie die Luft, die ich mit jedem Atemzug tief in mir aufsauge. Dahinter zeigen sich meine Berge, klar, mit wenigen Nebelfeldern, die wie Creme au Vanille zwischen die furchentiefen Täler gegossen scheinen. Es ist so klar, dass die Berge so mächtig wie selten imponieren, zum Greifen nah scheinen. Und der zarte, duftende Hauch von frischem Schnee kündigt den nahenden Eiswinter der Berge an.
Ich habe mich verliebt.

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